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Wer die Wahl hat, hat die Qual
Große Auswahl bei Dacheindeckungsmaterialien

Die Vielfalt der auf dem Markt verfügbaren Materialien für die Eindeckung von geneigten Dächern ist sehr groß. Die meisten dieser Materialien sind schon seit einigen Jahrhunderten bekannt und daher tief in der Tradition des Dachdeckerhandwerks verankert. Dazu zählen beispielsweise Dachziegel, Schiefer, Reet, Holzschindeln aber auch Metalldeckungen.

Bei der Auswahl der Dachdeckung hat der Eigentümer eines Gebäudes heutzutage die Möglichkeit über die Form des Eindeckungsmaterials, seiner Größe sowie seiner Farbe das Erscheinungsbild seiner Immobilie entscheidend zu prägen. Feingegliederte und traditionell handwerkliche Dachflächen lassen sich sehr gut mit Schiefer- und Biberschwanzziegeldeckungen erzeugen. Beide sind in unterschiedlichen Deckungsarten ausführbar und damit sehr variantenreich, Biberschwanzdeckungen weisen jedoch hinsichtlich des möglichen Farbspektrums sowie der Form der einzelnen Biber eine größere Vielfalt auf.

Ähnlich wie bei Schieferdeckungen können bei Deckungen mit Faserzement-Dachplatten und Bitumenschindeln mit der Art der Deckung unterschiedliche Strukturen auf der Dachfläche erzeugt werden. Im Ein- und Zweifamilienhausbau - aber auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau - sind meist Deckungen aus Tondachziegeln und Betondachsteinen anzutreffen. Sie bieten die unterschiedlichsten Möglichkeiten bei der Gestaltung des Gebäudes. Neben der Vielfalt in Kontur und Farbe dieser Deckungen bietet auch die Größe außerordentlich viele Möglichkeiten das Dach und damit das gesamte Gebäude zu prägen.

Aus der Handwerkstradition gewachsene Dachdeckungen sind Reet- und Schindeldeckungen. Sie sind regional begrenzt, ihre Verarbeitung sollte nur von Dachdecker-Innungsbetrieben ausgeführt werden, die Erfahrung mit der Verarbeitung  dieser Produkte haben.

Zu den großflächigen Dachdeckungsmaterialen gehören Kupfer, Titanzink und Blei. Sie decken die Dachfläche in der Regel in Form von Scharen ab und bilden damit lineare Strukturen auf dem Dach. Gerade Kupfer und Blei wurden schon vor Jahrhunderten vornehmlich bei repräsentativen Gebäuden wie Kuppeln und Turmdächern eingesetzt. Aber auch in der heutigen Zeit kann diese Art der Deckung nicht nur bei öffentlichen Gebäuden sondern auch bei Wohnungsgebäuden ein entscheidender Teil der Architektur sein.

Bei Gewerbe- und Industriebauten sind Trapez- und Wellprofile weit verbreitet. Trapezprofile werden hauptsächlich aus Aluminium, verzinktem Stahl oder nichtrostendem Stahl hergestellt. Wellprofile sind hingegen meist aus Faserzement oder Bitumen hergestellt, aber auch metallische Profile sind möglich. Sandwichelemente als auch Trapez- und Wellprofile gehören zu den großformatigen Dacheindeckungen, die überwiegend bei Nutz- und Nichtwohngebäuden Verwendung finden.
Bei sämtlichen Dachdeckungsmaterialien muss bei der Planung geprüft werden, ob die gewählte Deckung unter den gegebenen Anforderungen funktionsfähig ist. Hauptkriterium für die Regensicherheit ist die Neigung des Daches sowie die handwerklich korrekte Ausführung. Kompetente Beratung und Ausführung garantieren die Dachdecker-Innungsbetriebe.
 
Köln, Januar 2012 




Dachdecker.com wird exklusives Innungsportal der Dachdecker-Branche in Deutschland
 
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und Dachdecker.com, haben zum 01. Januar 2012 eine exklusive Kooperation vereinbart. Mit Dachdecker.com sichert sich der ZVDH für seine Innungsbetriebe einen leistungsfähigen Partner für das Zukunftsmedium Internet und erhält Unterstützung für die wachsenden Herausforderungen und Gefahren im Internet.
 
Zum 01. Januar 2012 haben das Internetunternehmen Dachdecker.com und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks eine langfristige exklusive Kooperation vereinbart. Dachdecker.com wird damit neben der Branchenplattform Dachdecker.de zum Innungsportal für die Innungsbetriebe des deutschen Dachdeckerhandwerks, die künftig im Internet mit einer hohen Sichtbarkeit zum Endverbraucher hin seriös und umfassend präsentiert werden.

Damit erhalten die Innungsbetriebe des Dachdeckerhandwerks die Möglichkeit, im wachsenden Kommunikationskanal des Internets präsent zu sein und sich von Preisvergleichs- und auktionsplattformen branchenfremder Dienstleister abzuheben. Der einzelne Innungsbetrieb erhält zudem die Möglichkeit - neben dem Anlegen eines Premiumprofils mit multimedialen Elementen für Referenzen von zufriedenen Kunden (Fotos und Videos) - auch die Positionierung in YouTube oder die Erstellung einer eigenen Facebook-Firmenseite über die Internetexperten umzusetzen. Pflege, Analyse und Beobachtung der einzelnen Kanäle übernimmt komplett das Team von Dachdecker.com.

Zusätzlich ruft die eindeutige Kennzeichnung des Portals mit dem Innungslogo potenziellen Kunden die Qualitätsmarke Innung ins Bewusstsein und beeinflusst die Auswahl eines Dachdeckerbetriebes zugunsten eines Innungsbetriebes.
„Die Kooperation mit Dachdecker.com ermöglicht uns, über die vorhandene Branchenplattform Dachdecker.de hinaus das Zukunftsmedium Internet aktiv für das Dachdeckerhandwerk zu besetzen und für die wachsenden Herausforderungen dieser schnelllebigen Branche mit einem kompetenten Partner gerüstet zu sein“, so Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks. 

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Dachdecker aus Neumünster ist bester Ausbilder im Handwerk

Der Dachdeckermeister Lars Thullesen aus Neumünster (Schleswig-Holstein) ist mit dem Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk 2011 ausgezeichnet worden. In seinem Betrieb spiele Aus- und Weiterbildung eine herausragende Rolle. Mit innovativen Ideen und internen Schulungen gelinge es ihm immer wieder, junge Menschen zu Spitzenleistungen bei Gesellenprüfungen und Leistungswettbewerben zu motivieren, hieß es heute bei der Preisverleihung in Bielefeld. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1997 jährlich von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk vergeben.
 
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle (Saale), Vorsitzender der Mitgliederversammlung der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk und Mitglied im Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), verwies in seiner Laudatio auf die Vielzahl der Qualifikationen des Preisträgers. Thullesen ist Meister im Dachdecker-, Klempner-, Zimmerer- und Maurerhandwerk. Sein Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter, darunter zehn Lehrlinge. Keindorf: „Ausschlaggebend für die heutige Auszeichnung ist das Projekt „Grundstein“, etwas ganz Besonderes, das wir so im Handwerk noch nicht erlebt haben.“
Lars Thullesen beschäftigt in seinem Projekt  (www.thullesen.de/grundstein) auf eigene Kosten einen Vollzeit-Nachhilfe-lehrer für Mathematik, Physik, Chemie, WiSo und Erdkunde. Er unterrichtet auf dem Betriebsgelände rund 50 schwache Schüler aus den umliegenden allgemeinbildenden Schulen in Gruppen mit maximal 4 Schülern. Das verbessert deren Schulnoten, der Betrieb hat ein positives Image bei den Eltern in der Region und rekrutiert auch aus dieser Zielgruppe seinen Fachkräftenachwuchs. Und wer Lust hat, kann nach dem Unterricht noch im Betrieb jobben, um sein Taschengeld aufzubessern.
 
Darüber hinaus leiten begabte Auszubildende bereits am Ende der Ausbildung eigene Baustellen. Zu Beginn des letzten Lehrjahres gibt es einen ausführlichen Ausbildungspass, um vorhandene Defizite beheben und Stärken unterstützen zu können. 

Köln, 2. Dezember 2011


Bester Dachdecker Deutschlands kommt aus Baden-Württemberg

Am 14. und 15. November 2011 fand in der Lorenz-Burmann-Schule in Eslohe der  Bundesentscheid im Leistungswettbewerb des Dachdeckerhandwerks – sozusagen die Deutsche Meisterschaft im Dachdecken - statt. Teilnehmer waren die Landessieger der einzelnen Bundesländer. 9 Dachdeckergesellen und 2 Gesellinnen stellten sich den drei unterschiedlichen Pflichtaufgaben. Zunächst hatten die Teilnehmer eine Arbeitsprobe nach Wahl (Hauptarbeitsprobe), die ausschließlich in der Dachziegel- oder Schieferdeckung gewählt wurde, herzustellen. Nach der Hauptarbeitsprobe waren noch zwei weitere Arbeitsproben nach Vorgabe der Bundesbewertungskommission anzufertigen. Diese stellte dann unter Vorsitz von Landesinnungsmeister Manfred Arp die Gesamtpunktzahl für die einzelnen Wettbewerbsarbeiten fest. Hierbei ergab sich folgende Platzierung:

Bundessieger 2011 und damit der Gewinner der Goldmedaille ist Ruven Rotzinger aus Baden Württemberg (Ausbildungsbetrieb:      Winfried Rotzinger, Todtnau). Den zweiten Platz errang  Attila Kayabasi aus  Niedersachsen (Ausbildungsbetrieb: Günter Weber, Hagen). Die Bronzemedaille ging an Christian Rosenkranz aus Mecklenburg-Vorpommern (Ausbildungsbetrieb: Heiko Noß & Ralf Rosenkranz GbR, Neu-Roggentin)

In einer Feierstunde im Anschluss an den Entscheid ehrten ZVDH-Vizepräsident Fred Schneider und Bundesbewertungskommissions-Vorsitzender Manfred Arp die Bundessieger und die weiteren Platzierten.

Die ersten beiden Bundessieger haben sich mit ihrem Sieg zusammen mit den ersten beiden Bundessiegern des Bundesentscheids 2010 automatisch für die 24. IFD-Weltmeisterschaft junger Dachdecker, im November 2012 in Luzern/Schweiz, qualifiziert. Der Bundessieger wird eine weitere Ehrung im Rahmen der Ehrung aller Bundessieger des Handwerks am 02.12.2011 in Bielefeld sowie in der Delegiertenversammlung des ZVDH am 02.02.2012 während der DACH+HOLZ in Stuttgart erfahren.

Den Mitgliedern der Bundesbewertungskommission, der Leitung und Geschäftsführung wie auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lorenz-Burmann-Schule in Eslohe als Ausrichter vor Ort des diesjährigen Bundesentscheids danken wir herzlich ihr Engagement.

Köln, im November 2011
 

Das Dach winterfest machen

Die Zahl schwerer Orkane über Europa hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch in diesem Jahr werden im Herbst und im Winter wieder heftige Stürme über Deutschland ziehen, die eine Gefahr für das Dach darstellen. So kann es beispielsweise durch Sturm und Erschütterungen zu Lockerungen der Befestigungen kommen. Temperaturwechsel greifen die Oberfläche an, führen Rissbildungen herbei und beschädigen An- und Abschlüsse. Dies wiederum begünstigt das Eindringen von Wasser und Schmutz. Diese Verunreinigungen setzen sich in den entstandenen Hohlräumen fest und bleiben vom Laien normalerweise unentdeckt. Nur die geübten Augen des Dachdeckermeisters stellen solche Schäden fest. Mit der Zeit können selbst kleine Verletzungen des Daches zu immensen Folgeschäden führen. Eingedrungenes Wasser kann z.B. bei Frost Teile des Daches regelrecht aufbrechen, bei warmer Witterung hingegen führt wiederholt eindringende Feuchtigkeit zu Fäulnis oder Schimmelbildung. Solange Winter und Wetter die Arbeiten noch nicht behindern gilt es deshalb, das Dach winterfest zu machen.
 
Hinzu kommt: Für die so genannte Verkehrssicherheit seines Hauses ist der Hausbesitzer zuständig. Löst sich bei Sturm ein Teil des Daches und verursacht einen Schaden, wird der Hausbesitzer zur Verantwortung gezogen, denn er ist verantwortlich dafür, eine absehbare Gefahrenstelle zu entschärfen. Für den Hausbesitzer ist es deshalb wichtig, sein Dach regelmäßig von einem Fachmann warten zu lassen. Dies dient nicht nur der Verkehrssicherheit des Gebäudes, sondern auch dem Schutz des Daches.
 
Der Zentralverband  des Deutschen Dachdeckerhandwerks weist darauf hin, dass bei regelmäßiger Wartung oft nur wenige Handgriffe genügen, um größere Beschädigungen zu verhindern. „Die Dachdecker-Innungsbetriebe bieten Inspektions- und Wartungsverträge an, sowohl für Steil- als auch für Flachdächer. Damit sparen Hausbesitzer langfristig nicht nur Kosten, Wartung und Inspektion tragen auch zur längeren Lebensdauer und zum Werterhalt eines Gebäudes bei“, so Ulrike Heuberger, die Sprecherin des Verbandes. Auch rechtlich sei man mit einem Inspektions- und Wartungsvertrag auf der sicheren Seite. Die Sprecherin des Dachdeckerverbandes empfiehlt: „Gerade in einer Zeit, in der die Zahl der Unwetter bedingt durch die Klimaveränderung stark zugenommen hat, wird die Wartung und Pflege des Daches immer wichtiger. Die Dachdecker-Innungsbetriebe vor Ort bieten ausführliche Beratung zu Wartungs- und Inspektionsverträgen an.“
 
Die Sprecherin ergänzt, dass es sich auch rentiere, den Dachdecker bezüglich einer Dachmodernisierung anzusprechen. Eine Verbesserung der Dachdämmung beispielsweise steigere die Energieeffizienz eines Hauses ganz erheblich. Durch eine energetische Dachsanierung ließen sich die Heizkosten deutlich mindern. „Die KfW Förderbank stellt umfangreiche Mittel für Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung zur Verfügung. Auch hierzu kann ein Dachdecker-Innungsbetrieb kompetent beraten“, so die Verbandssprecherin.
 
Köln, den 25. Oktober 2011




Dachdeckerhandwerk erstmals im Vorstand der BG BAU vertreten

Das Ergebnis der allgemeinen Sozialversicherungswahlen bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) steht fest. Der neue Vorstand der BG BAU, bestehend aus jeweils zwölf Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wählte am 14. Oktober 2011 seine beiden neuen Vorsitzenden. Künftig werden Carl-Ludwig Schumacher, Bauunternehmer aus Wolfenbüttel, für die Arbeitgeberseite und Dieter Lasar von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für die Seite der Arbeitnehmer an der Spitze des Vorstandes einer der größten Berufsgenossenschaften Deutschlands stehen. Die BG BAU betreut über 500.000 Mitgliedsunternehmen mit 2,6 Millionen Versicherten.

Auch das Dachdeckerhandwerk ist erstmals im Vorstand der BG Bau vertreten: A. Ewald Kreuzer, Landesinnungsmeister des bayerischen Dachdeckerhandwerks, wurde neu in den Vorstand gewählt. Als Stellvertreter wurde ZVDH-Vizepräsident André Büschkes in den Vorstand gewählt. In der Vertreterversammlung der BG BAU sind die Dachdeckerinteressen durch drei ordentliche Mitglieder, nämlich HGF Ulrich Marx, Rüdiger Thaler (ab 12/2011) ,  Geschäftsführer der Dachdecker- Landesinnung Berlin sowie Walter Wohlert, Hauptgeschäftsführer des Innungsverbands Hamburg, vertreten. Klaus Götze, Inhaber eines Mannheimer Dachdeckerunternehmens, ist stellvertretendes Mitglied in der Vertreterversammlung.

Vertreterversammlung und Vorstand der BG BAU - je zur Hälfte mit Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer besetzt - steuern die Arbeit der BG BAU. So beschließt die Vertreterversammlung über die Satzung, den Haushalt und den Gefahrtarif, der die Risiken in den Gewerbezweigen am Bau für die Beitragserhebung einschätzt. Zudem erlässt die Vertreterversammlung Unfallverhütungsvorschriften und wählt den Vorstand. Der Vorstand bestimmt die Richtlinien der BG BAU.

Die wichtigste Aufgabe der BG BAU besteht darin, ein möglichst unfallfreies Arbeiten zu ermöglichen und dafür Sorge zu tragen, dass Berufskrankheiten und Gesundheitsgefahren, die mit der Arbeit zusammenhängen, gar nicht erst entstehen. Deshalb berät und schult die BG BAU im Rahmen ihrer Präventionsarbeit Unternehmer und Versicherte entsprechend. Kommt es trotzdem zu einem Arbeitsunfall oder wird eine Berufskrankheit anerkannt, wirkt die BG BAU mit allen geeigneten Mitteln darauf hin, dass die Versicherten an ihrem ursprünglichen Arbeitsplatz trotz eventueller Einschränkungen wieder eingesetzt werden können. Sollte das nicht möglich sein, kümmert sich die BG BAU um Alternativen. Wer nach einem Unfall dauerhaft um mindestens 20 Prozent erwerbsgemindert bleibt, hat Anspruch auf eine Rente. Hat ein Unfall oder eine Berufskrankheit zum Tode geführt, erhalten die Hinterbliebenen eine Hinterbliebenenversorgung.

Köln, Oktober 2011


Große Resonanz auf Bauwirtschaftstag

Unter dem Motto „Umbau Deutschland“ fand am 29. September in Berlin der 2. Deutsche Bauwirtschaftstag statt. Vor rund 700 Vertretern aus Bauwirtschaft und Politik legten Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen (CDU), Sigmar Gabriel,  Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und Christian Lindner, Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei dem interessierten Publikum ihre Vorstellungen zur künftigen Gestaltung Deutschlands vor.
 
Erstmals mussten sich die anwesenden Politiker unter der Moderation von Dr. Norbert Lehmann (ZDF) den Fragen von Nachwuchshandwerkern aus den 14 Berufen des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks stellen, darunter auch den Fragen von Patrick Smolka, der im vergangenen Jahr den ersten Platz bei der deutschen Meisterschaft im Dachdecken errang. Damit sollten auch die Chancen der Nachwuchskräfte der Bauwirtschaft thematisiert werden.
 
Die Nachwuchshandwerker wurden in kurzen Filmen vorgestellt, damit Politiker wie Gäste eine Vorstellung vom Berufsbild sowie der Vielfalt der Aufgaben in der Bauwirtschaft bekamen. (Der Film mit Patrick Smolka ist unter dem "weiter"-Button anzusehen.) Meisterpflicht, Steuererleichterungen, weniger Bürokratie für Selbständige und dauerhafte Anreize für modernisierungswillige Bauherren waren nur einige der Themen, die den Nachwuchs bewegten und zu denen sie die anwesenden Politiker befragten.  
 
ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider forderte in seiner Funktion als Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft höhere Investitionen und faire Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft. „Trotz hoher Steuereinnahmen wird zu wenig investiert. Straßen und öffentliche Einrichtungen sind in einem erbärmlichen Zustand“, so Schneider. Er  postulierte vor allem Anreize, um höhere private Investitionen auszulösen, denn ansonsten sei der energetische Umbruch, in dem Deutschland sich befinde, nicht zu stemmen. Dazu gehöre sowohl die Städtebauförderung als auch die energetische Gebäudesanierung. Schneider forderte die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens zum Gesetz über die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden, um die Investitionszurückhaltung schnellstmöglich wieder aufzulösen, denn im ersten Halbjahr 2011 waren in Erwartung einer steuerlichen Förderung rund 60% weniger Förderanträge bei der KfW eingegangen. Schneider kritisierte die Haltung der Politik, den schwarzen Peter zwischen Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung hin und her zu schieben.
 
In seiner mit viel Beifall bedachten Rede ging Schneider auch auf die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen ein und kritisierte, dass sich z.B. kommunale Unternehmen auf dem Baumarkt tummelten, obwohl sie keine Umsatzsteuer abführen müssten. Ähnliches gelte für gemeinnützige Unternehmen, die staatliche Förderung erhielten. Schneider wörtlich: „Wir haben nichts gegen Wettbewerb; er ist das Salz in der Suppe unserer Marktwirtschaft. Aber wir bestehen auf fairen und gleichen Regeln für alle Marktteilnehmer."

Köln, 1. Oktober 2011

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Dachdeckerhandwerk im Scheinwerferlicht

Der deutsche Comedian und Moderator Simon Gosejohann tritt für das deutsche Handwerk in Aktion. Als Gesicht der Imagekampagne des Handwerks besucht er in zehn filmischen Episoden Betriebe und erhält Einblicke in den modernen Berufsalltag der Handwerker. Dabei wurde auch der Betrieb Degen Bedachungen in Meckenheim für einen Tag zum Filmset.

Der Innungsbetrieb aus Meckenheim bei Bonn wurde am 06. Juli 2011 zum Mittelpunkt der Dreharbeiten der Imagekampagne des deutschen Handwerks. In der Filmreihe „Simon – die linke Hand des Handwerks“ spielt der aus „Elton vs. Simon“ und „Comedystreet“ bekannte TV-Star, Simon Gosejohann, die Hauptrolle. Er bringt jungen Menschen das Handwerk in seiner gewohnt humorvollen Art näher und macht Lust auf eine handwerkliche Ausbildung.

Die Filmepisode verdeutlicht, dass das Dachdeckerhandwerk keineswegs so verstaubt und altbacken ist, wie es von manchen Jugendlichen wahrgenommen wird. Im Gegenteil: Im Dachdeckerhandwerk wird innovativ, kreativ und mit High-tech-Ausstattung gearbeitet. Das erfährt auch Simon Gosejohann bei seinem Betriebsbesuch.

„Ohne Handwerker, die anpacken, läuft gar nichts – auch nicht in Film und Fernsehen.“ Davon ist Simon Gosejohann überzeugt. „Deshalb freue ich mich, Jugendlichen vermitteln zu können, dass Handwerker nicht nur Häuser bauen und Abflüsse reparieren, sondern noch viele andere spannende und abwechslungsreiche Dinge leisten. Bei den Dreharbeiten wurde mir klar: Mit Muskeln allein kommt man im Handwerk nicht besonders weit. Es kommt echt drauf an, was man zwischen den Ohren hat“, weiß der Comedian und Moderator zu berichten.


Das Handwerk – von Mensch zu Mensch zum Erfolg
In Zeiten von Fachkräftemangel und Nachwuchsproblemen ist es entscheidend, junge Menschen darauf hinzuweisen, welche beruflichen Chancen ihnen das Handwerk bietet. Diese Botschaft ist auch den Dachdeckern von Degen Bedachungen ein zentrales Anliegen. „Junge Menschen sind unsere Zukunft, deswegen besuche ich ehrenamtlich Schulen, um Jugendlichen Zukunftsperspektiven im Handwerk aufzuzeigen. Wir haben ein Grundinteresse daran, Schulabgänger zu fördern“, erklärt Martin Weihsweiler, Inhaber des Betriebes. Dabei zählen für Weihsweiler nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch soziale Kompetenzen. Deshalb erlernen die Auszubildenden bei Degen Bedachungen in einem „Kniggeseminar“ den Umgang mit Kunden. Teamplay und flache Hierarchien gelten für ihn als Grundlage für die optimale Umsetzung der Kundenwünsche. „Im Handwerk wird von Mensch zu Mensch gearbeitet. Menschen sind hier kein Kostenfaktor, sondern Grundlage des Erfolgs“, so Weihsweiler. Er ist der Meinung, dass gerade das Handwerk aufgrund seiner vielen kleineren Betriebe und seiner dezentralen Struktur krisensicher ist und damit gute Perspektiven für Jugendliche bietet.

Episodenfilm zum Dachdeckerhandwerk
Ab heute sind die fünf Filme der zweiten Staffel von „Simon – die linke Hand des Handwerks“ passend zur jungen Zielgruppe auf der Kampagnenwebsite www.handwerk.de zu sehen sein. Darunter natürlich auch die Folge bei Degen Bedachungen. Siehe:

www.handwerk.de/simon.html?video-id=9 
 


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Karl-Heinz Schneider: Vermittlungsverfahren jetzt einleiten!

Die Ablehnung des „Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden“ durch den Bundesrat ist bei den rund 300.000 Betrieben des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks auf Unverständnis gestoßen.

„Denn die von allen Beteiligten gewollte Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Daher haben auch die Länder eine Mitverantwortung, die Sanierungsquote zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland zu steigern. Durch eine steuerliche Förderung kann ein erheblich größeres Potential an Investitionen generiert werden, das bisher durch die KfW-Förderung nicht ausreichend mobilisiert wurde. Nur so kann das Sanierungstempo signifikant erhöht werden.“ Mit diesen Worten hatte sich daher der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, in gleichlautenden Schreiben an die Ministerpräsidenten und die Ministerpräsidentinnen der 16 Bundesländer gewandt und für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens geworben.

„Der Einstieg in die Energiewende muss jetzt gelingen. Dabei ist jeglicher Investitionsattentismus im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zu vermeiden.“ So Schneider weiter. Er erinnerte auch daran, dass der Finanzausschuss wie auch der Umweltausschuss des Bundesrates die Anrufung des Vermittlungsausschusses empfohlen hatten.

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft hatte es begrüßt, dass sich Bund und Länder am 3. Juni 2011 einvernehmlich auf die Grundzüge der Energiewende verständigt haben. Neben einem schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie war dabei auch die Stärkung der Energieeffizienz im Gebäudebestand vorgesehen.

Um eine deutlich verbesserte Energieeffizienz im Gebäudebestand zu erreichen, sind verschiedene Förderinstrumente notwendig. Kredite wie auch Zuschüsse durch die KfW-Förderbank zielen auf andere Investorengruppen als eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen dies tut. Alle drei Instrumente sind aber notwendig.

„Derart angeregte Bauinvestitionen schaffen Arbeitsplätze im regional ansässigen mittelständischen Bau- und Ausbauhandwerk und stärken maßgeblich die Binnenkonjunktur, wodurch zusätzliche Steuereinnahmen und höhere Sozialabgaben generiert werden.“ Erläuterte Schneider abschließend die Wirkung von Investitionsanreizen. 

Köln, 22. Juli 2011



Energie sparen und Kosten senken

Gebäude brauchen Energie – je weniger, desto besser. Deshalb hat die Bundesregierung  in ihrem Energiekonzept der Gebäudesanierung eine entscheidende Rolle zugeteilt: Bis zum Jahr 2050 soll Deutschlands Gebäudebestand nahezu klimaneutral sein. Ein wichtiges Instrument zur Beurteilung des Energiebedarfs eines Gebäudes ist der Energieausweis, der  nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) bei der Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden auszustellen ist. Er macht den energetischen Zustand eines Hauses transparent und gibt Handlungsempfehlungen für die energetische Sanierung.
 
Wie viel Energie jedes Gebäude verbrauchen darf, regelt die Energieeinsparverordnung, die seit dem 01. Februar 2002 in Kraft ist. Sie soll dazu beitragen, den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren. Dies gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Sanierungen, Um- und Ausbauten an bestehenden Gebäuden.
 
Bei der Art des Energieausweises ist zwischen bedarfs- und verbrauchsorientierten Ausweisen zu differenzieren. In beiden Fällen zeigt der Ausweis an, wie viel Energie pro Jahr und Quadratmeter für Warmwasserbereitung und Heizen aufgewendet werden muss. Beim bedarfsorientierten Ausweis liegen die konkreten Bauteilqualitäten (also Dach, Wand und Fenster) sowie die Anlagenqualitäten wie Heizung und Lüftungsanlagen zugrunde. Beim verbrauchsorientierten Ausweis wird der tatsächliche Energieverbrauch ermittelt. Deshalb ist dieser stark vom Nutzerverhalten abhängig. Der bedarfsorientierte Ausweis ist als Basis für eine energetische Beratung und Sanierung in der Regel dem verbrauchsorientierten vorzuziehen.
 
 
Energieverbrauch senken
Was ist zu tun, wenn der Energiebedarf eines Gebäudes deutlich über der Norm liegt? Energiemaßnahmen an Dach und Außenwand sind oft am effektivsten. Moderne Dächer können heute neben einer wirksamen Wärmedämmung auch  Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen zur Nutzung alternativer Energien enthalten. Wichtig ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Energieeinsparung und Energiegewinnung  intelligent miteinander zu kombinieren.
 
Im Bereich der Außenwände bieten Sanierungsarbeiten, wie der Einbau neuer Fenster oder die Bekleidung der Außenwände beste Möglichkeiten, in Zukunft wirksam Energie zu sparen. Die Ausführung von wärmegedämmten, hinterlüfteten Außenwandbekleidungen ist eine ideale Möglichkeit, bestehende Gebäude nach den Erfordernissen der Energieeinsparverordnung und nach den individuellen Wünschen des Bauherren zu modernisieren. Schiefer, Keramik, Faserzement, Metallelemente und vieles mehr stehen hier gestalterisch zur Verfügung.
 
Die kompetenten Ansprechpartner für Energieeinsparung sind die Dachdecker-Innungsbetriebe. Sie können die vorhandenen Funktionsschichten beurteilen und ein zuverlässiges Gesamtkonzept anbieten. Zudem garantieren sie eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten und bieten eine umfassende Gewährleistung.
 
Weitere Informationen erteilt die örtliche Dachdeckerinnung.

Köln, Juni 2011




Regierungskoalition einigt sich auf Maßnahmenpaket zur Energiewende

Die Regierungskoalition hat sich am 29. Mai auf einen konkreten Zeit- und Maßnahmenplan zum schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 geeinigt. Die bereits abgeschalteten sieben Kernkraftwerke sollen dauerhaft vom Netz genommen werden. Dabei geht die Bundesregierung davon aus, dass Deutschland zurzeit über rund 90 Gigawatt (GW) an gesichertem Stromerzeugungsvolumen verfügt. Etwa 20 GW entfallen hiervon auf die Kernenergie. Sollte über die voraussichtliche Spitzenauslastung von 80 GW an windstillen Wintertagen hinaus weitere Leistungen benötigt werden, setzt die Bundesregierung auf fossile Reservekraftwerke, ersatzweise auf Reaktivierung eines der vom Netz genommenen Kern-kraftwerke.

Zudem postuliert die Regierungskoalition einen Zubau von weiteren 10 GW an gesicherter Kraftwerksleistung bis 2020. Der Kapazitätsausbau soll durch ein Planungs-beschleunigungsgesetz sichergestellt werden. Den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung will die Bundesregierung von derzeit 17 % bis 2020 auf 35% verdoppeln. Einzelheiten zu Maßnahmen und deren Finanzierung können aus dem Positionspapier der Regierungskoalition entnommen werden, das auf dieser Homepage unter Aktuelles --> Infodienst eingestellt ist.

Auswirkungen auf das Dachdeckerhandwerk
Unmittelbare Auswirkungen für das Dachdeckerhandwerk sind von den beschlossenen Maßnahmepaketen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu erwarten. So will die Bundesregierung durch Stabilisierung des Energie- und Klimafonds das KfW-Gebäudesanierungspro-gramm dauerhaft mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro jährlich ausstatten. Damit bleibt die Koalition zwar unter der Forderung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, die sich für eine dauerhafte Verstetigung in Höhe von 2 Milliarden Euro eingesetzt hatte. Zusätzlich sollen aber weitere Abschreibungsmöglichkeiten im Gebäudesektor auf der Basis des früheren § 82a der Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung (erhöhte Absetzungen bei Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand von Gebäuden) eingerichtet werden. Ob dies zu einer Kompensation führt, kann derzeit noch nicht beurteilt werden, da entsprechende Gesetzesentwürfe noch nicht vorliegen.

Keine Aussage findet sich im Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Thema Solarstromförderung. Obwohl sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen Anfang des Jahres mit der Solarindustrie auf eine volumenabhängige Förderung von PV-Anlagen geeinigt hatte, erwägt die Bundesregierung nun eine weitere Kürzung der Solarförderung um 6 % ab 2012. Im Rahmen eines Meinungsaustauschs vergangene Woche in Berlin hat der ZVDH dem Bundesverband Solarwirtschaft Unterstützung in dessen Forderung nach Beibehaltung der bisherigen Förderlinie zugesagt. Eine Entscheidung hierzu steht noch aus.

Köln, 1. Juni 2011


Dachdecker sind Experten für Photovoltaik und Solarthermie

Erneuerbare Energien stehen nicht erst seit dem Unglück von Fukushima hoch im Kurs. Insbesondere in Deutschland hält der Trend, sich kleine Kraftwerke in Form von Photovoltaikanlagen auf das Dach zu bauen, seit Jahren unvermindert an. In Deutschland sind mittlerweile bereits rund 860.000 Solarstrom- und 1,5 Mio. Solarwärmeanlagen installiert. Doch der Boom bekommt so manchem Dach nicht gut, weil sich auf dem Markt auch Anbieter tummeln, die ihr Handwerk nur bedingt verstehen.  Durch Planungs-, Koordinierungs- und Verarbeitungsmängel bei der Installation der Anlagen entstehen dann große Schäden an den Dächern.

Bereits vor der Installation müssen die Lebensdauer des Daches, seine Statik, die geplante Lastverteilung sowie der Aufbau der Unterkonstruktion des Daches beurteilt werden. Nicht jede Unterkonstruktion und nicht jedes Material ist für den Aufbau einer Photovoltaikanlage geeignet“, erläutert Ulrike Heuberger, Pressesprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks.

Bei der Montage darf die Unterkonstruktion, wie zum Beispiel die Dachhaut, nicht verletzt werden, denn Beschädigungen führen zu Undichtigkeiten. Auch nicht fachgerechte Verkabelungen über und unter der Dachhaut können Undichtigkeiten oder Hohlraumbildungen verursachen. Sie können zu Wasserschäden führen, die schlimmstenfalls bewirken, dass die Holzkonstruktionen eines Daches anfangen zu verrotten. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass der Wasserablauf durch die Photovoltaik-  Anlage nicht behindert wird, da sich ansonsten bei Flachdächern Pfützen bilden, die zu Folgeschäden führen. Häufig unterschätzt wird auch die Kraft des Windes. Die Anlagen müssen windsogsicher auf den Dächern befestigt sein. Fallen beispielsweise bei Stürmen Teile der Anlage vom Dach und verletzen Passanten, haftet der Hausbesitzer.

Brandschutz beachten
Bei einem Brand können sich Photovoltaikanlagen zu einer gefährlichen Falle für die Feuerwehr entwickeln. Solange Licht auf die Photovoltaikzellen fällt, wird Strom produziert. Unter Umständen kann die Spannung bis zu 1000 Volt und mehr betragen. Sinn machen daher Schaltungen, mit denen man die Stromproduktion unterbrechen kann. Eine solche Schutzmaßnahme kostet aber Geld, zudem setzen die Schutzschalter den Wirkungsgrad herab. Die PV-Module sollten auch nicht zu eng auf dem Dach montiert werden, damit die Feuerwehr bei Feuerausbruch eine Chance hat, das Dach zu betreten. Eine spätere Wartung und Kontrolle der Anlage ist mit einer solchen Montagegasse ebenfalls leichter.

Fachgerechte Installation entscheidend
„Entscheidend ist eine sorgfältige und fachgerechte Montage der Anlage. Dafür ist ein Dachdecker-Innungsbetrieb geradezu prädestiniert: Er kann vor der Installation den Zustand des Daches einschätzen und seine Statik richtig beurteilen. Außerdem kann er Durchdringungen im Dachaufbau regensicher ausführen“, so die Sprecherin des Dachdeckerverbandes.





Karl-Heinz Schneider erneut zum Präsidenten der Dachdecker gewählt

Der 60-jährige Dachdeckermeister Karl-Heinz Schneider wurde am Wochenende auf der Delegiertenversammlung des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Bremen erneut zum Präsidenten der Spitzenorganisation des Dachdeckerhandwerks gewählt. Er vertritt damit die Interessen von 16.000 Dachdeckerbetrieben mit 85.000 Beschäftigten.

Schneider ist Dachdeckermeister und seit 1995 Geschäftsführer der Dach Schneider Weimar GmbH in Umpferstedt. Neben der Tätigkeit im eigenen Betrieb engagiert sich Schneider schon seit langem ehrenamtlich für das Dachdeckerhandwerk sowohl auf Landes- wie auf Bundesebene. Schneider ist außerdem Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft und Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. 

Schneider: „Ich freue mich über die Wiederwahl! Handwerk ist spannend! Uns stehen viele Veränderungen bevor, die es zu gestalten gilt. Ich werde die Interessen der deutschen Dachdeckerbetriebe mit einer starken Stimme vertreten!“

Der Film zum Bundeskongress
Das DDH, Fachorgan des ZVDH, hat einen kurzen Film über den Bundeskongress erstellt. Zum Ansehen bitte auf den Weiter-Button klicken!


Köln, den 9. Mai 2011

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Bundeskongress 2011: Eine kurze Rückschau

Zum dritten Mal haben das Dachdeckerhandwerk und das Zimmererhandwerk am 06. und 07. Mai ihren gemeinsamen Bundeskongress abgehalten, diesmal in der Hansestadt Bremen. Dachdecker und Zimmerer hatten auch ein schönes Geschenk für die Stadt Bremen mitgebracht, nämlich zwei handgefertigte Spielhäuschen für zwei Bremer Kindergärten, die am Vortag des Bundeskongresses unter großem Interesse von Medien und Bevölkerung an den Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen übergeben wurden.

Eröffnet wurde der Kongress von ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider und dem Bundesvorsitzenden von Holzbau Deutschland, Ullrich Huth, die in einem humorvollen Dialog ihre jeweiligen Gewerke vorstellten. In der sich anschließenden -moderierten - Podiumsdiskussion diskutierten die beiden Verbandsvorsitzenden mit Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN, über Möglichkeiten zur Energieeinsparung und –gewinnung. Einig waren sich alle darüber, dass der energetischen Gebäudesanierung ein hoher Stellenwert bei der Energieeinsparung zukommt.
Die Hauptveranstaltung des Kongresses bestritt Dr. Peter Kreuz mit einem ebenso spannenden wie lehrreichen Vortrag über „Erfolg durch intelligenten Regelbruch“. Am Nachmittag folgten weitere interessante Vorträge zu Fachtechnik und Unternehmensführung.

Delegiertenversammlung 2011
Die traditionelle Delegiertenversammlung des Dachdeckerhandwerks fand am 07. Mai statt. In diesem Jahr stand turnusmäßig die Wahl des ZVDH-Präsidenten an. Karl-Heinz Schneider, der erneut kandidierte, wurde mit eindrucksvoller Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Er wird damit für die nächsten 3 Jahre wieder die Geschicke des ZVDH leiten.

Hohe Auszeichnungen verliehen
Ulf-Peter Schröder, Landesinnungsmeister der Innung Hamburg, und Dirk Bollwerk, Landesinnungsmeister des Landesverbands Nordrhein, wurden von ZVDH-Präsident Schneider für ihr langjähriges Engagement mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Geehrt wurden auch die Teilnehmer der IFD-Weltmeisterschaft sowie die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend.

Neue Satzung verabschiedet
Die Delegierten haben auf der diesjährigen Versammlung eine neue Satzung verabschiedet, die den Anforderungen moderner Verbandsarbeit angepasst ist.

Als Fazit des Kongresses lässt sich feststellen: Dachdecker- und Zimmerermeister waren vom Bundeskongress sehr angetan. Die Kulturstadt Bremen hatte viel zu bieten, das Kongresszentrum in zentraler Lage lud zum Wohlfühlen ein. Interessante Vorträge von hochkarätigen Referenten, aber auch die Fachgespräche am Rande der Veranstaltungen begeisterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Köln, Mai 2011
 



Höhere Windsogsicherung für Dächer vorgeschrieben

Grundsätzlich ist jedes Gebäude Belastungen durch Wind ausgesetzt, die eine starke Beanspruchung  des Gebäudes, insbesondere der Dächer zur Folge haben. Die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte haben zu häufigerem Auftreten von Starkwindereignissen und Stürmen geführt, was entsprechend höhere Belastungen von Dächern zur Folge hat. Der Gesetzgeber hat dem durch die Überarbeitung der DIN-Norm 1055-4, die Windlasten zum Inhalt hat, Rechnung getragen. Deshalb hat auch der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks sein Fachregelwerk angepasst: Seit dem 01. März 2011 gelten für Dächer, die mit Dachziegeln oder Dachsteinen gedeckt sind, strengere Vorschriften zur sogenannten Windsogsicherung. Damit soll das Herunterfallen von Dachziegeln und -steinen infolge von Windereignissen verhindert werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass Windlasten neu berechnet werden müssen, Dachbereiche bezüglich ihrer Windbelastung neu aufgeteilt und eine größere Anzahl von Dachziegeln bzw. -steinen als bisher künftig durch Verklammerungen mechanisch gesichert werden müssen.

Die neuen Vorschriften gelten für Dächer, die nach dem Stichtag 01. März 2011 neu errichtet oder saniert werden. Hausbesitzer sollten die Einhaltung der Vorschrift beachten, denn aufgrund der Verkehrssicherungspflicht haften sie für Schäden, die beispielsweise durch herabfallende Dachziegel entstehen. Das kann schnell sehr teuer werden. Von dieser Haftung können Hausbesitzer entbunden werden, wenn sie nachweisen können, dass die Fachregeln für Windsogsicherung eingehalten wurden und das Dach regelmäßig gewartet wird. Können diese Nachweise nicht erbracht werden, droht der Verlust des Versicherungsschutzes – sowohl bei der Haftplicht- als auch bei der Gebäudeversicherung.

Zu beziehen sind die neuen Regelungen zur Windsogsicherung im Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks 5.1 über den Rudolf Müller Verlag unter Tel.. 0221 - 5497 -213 oder unter abo@rudolf-mueller.de.



Dachdecker beteiligen sich an Imagekampagne des Handwerks

Unter dem Motto „Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“startete das deutsche Handwerk im Januar vergangenen Jahres eine überaus erfolgreiche Imagekampagne. Die von der Agentur Scholz&Friends betreute Kampagne ist auf 5 Jahre angelegt und mit insgesamt 50 Millionen Euro dotiert.

Mit Begeisterung und kreativen Ideen hat sich das gesamte Handwerk seitdem in die Kampagne eingebracht und einer breiten Öffentlichkeit die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks begreifbar gemacht. Mit Erfolg: Die Kampagne darf sich über große Aufmerksamkeit, ein beachtliches Presseecho sowie zahlreiche Auszeichnungen und Kreativ-Preise freuen.

Zum Auftakt: Dachdeckerhandwerk enthüllt Großbanner
Die durch die Imagekampagne erzielten Reichweiten sind enorm, entsprechend hoch die Breitenwirkung in der Öffentlichkeit. Deshalb klinkt sich der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) mit eigenen Motiven in die Imagekampagne ein.

Karl-Heinz Schneider, Präsident des ZVDH: „Das Dachdeckerhandwerk ist Garant für nachhaltiges Bauen und Modernisieren auf hohem Niveau. Wir sind die Experten für die Wärmedämmung, die Gestaltung von Fassaden, die Erstellung von Dachstühlen sowie die Montage von Solaranlagen. Letzteres wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, nicht zuletzt durch die aktuellen Ereignisse in Fukushima.“ Um auf die Kompetenzen und vielfältigen Aufgaben des Dachdeckerhandwerks hinzuweisen, startet der ZVDH heute mit einer bundesweiten Gerüstplanen-Aktion. „Oben ohne macht nur Spaß, bis es anfängt zu regnen“, so das Motto des Großbanners, das am heutigen Tag an der Außenwand der Bundesgeschäftsstelle der Dachdecker in Köln enthüllt wird. „Zur Bewältigung unserer vielseitigen und technisch anspruchsvollen Aufgaben brauchen wir qualifizierten Nachwuchs“, erklärt ZVDH-Vizepräsident André Büschkes bei der Enthüllung des Großbanners.

Um diesen zu erreichen, wurden von der Aktion Dach, einer Gemeinschaftswerbeaktion von Handwerk, Industrie und Handel, dachdeckerspezifische Motive nicht nur für Gerüstplanen sondern auch für Aufkleber, Plakate und Faltwände entwickelt, die auf die Bandbreite des Gewerks aufmerksam machen. Büschkes: „Wir wollen das Interesse junger Leute für den Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin wecken und klar machen, dass unser Berufsbild vielfältige Herausforderungen in sich birgt. Die heutige Großbanner-Enthüllung ist der Auftakt einer bundesweiten Gerüstplan-Aktion, an der sich die Innungsbetriebe des Dachdeckerhandwerks im ganzen Land beteiligen.“

Köln, 28. März 2011



Lage in der Bauwirtschaft

ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider wurde auf der gestrigen Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft in München einstimmig für weitere vier Jahre als Vorsitzender gewählt.

„Die Mitgliedsunternehmen der Bundesvereinigung Bauwirtschaft erwirtschafteten in 2010 einen Umsatz von insgesamt rund 192 Mrd. Euro und damit einen Zuwachs um gut 2 %. Die Zahl der Beschäftigten konnte mit plus einem Prozent leicht zulegen.“ So die Bilanz von Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, dem Zusammenschluss des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks, zum Baujahr 2010, die er anlässlich der Pressekonferenz des Verbandes gestern in München zog.

Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes verfehlten das Umsatzniveau des Vorjahres knapp mit 0,3 %. Im Bereich Ausbau ist nach jüngsten Einschätzungen der Mitglieder in den Bereichen Tischler, Schreiner, Maler und Raumausstatter das Jahr 2010 mit einer Umsatzsteigerung von einem bis zwei Prozent erfreulicher verlaufen. Unternehmen im Bereich Energie-/Gebäude­technik und Dienstleistungen haben bei einem Umsatzplus von nahezu 5 % am besten abgeschnitten.

Die Umsatzentwicklung im Baugewerbe insgesamt korrespondiert mit der Entwicklung der Bauinvestitionen. Die Bauinvestitionen kommen in 2010 nach dem leichten Rückgang im Jahr zuvor auf ein Plus von knapp 3 %. Der Wohnungsbau und der öffentliche Bau haben diesen Zuwachs getragen, der Wirtschaftsbau erreichte zumindest wieder das Vorjahresniveau.

„Unsere Mitgliedsunternehmen sind nach Umfragen vergleichsweise gut in das Jahr 2011 gestartet. Die Stimmungslage hat sich nach dem Frostschock vom Dezember erkennbar aufgehellt. Die Unternehmen schauen optimistisch auf die Geschäftsentwicklung in 2011.“ So Schneider weiter. „Wir erwarten für 2011 einen Umsatz von insgesamt 195 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs um 1,6 %. Die Zahl der Beschäftigten wird etwa auf Vorjahresniveau gehalten.“

Für die einzelnen Sparten der BVB bedeutet dieses: Für 2011 erwarten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung von gut einem Prozent und landen bei 66,5 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten hält etwa das Niveau von 630.000. Die Unternehmen im Bereich Ausbau gehen für 2011 von einem Umsatz von 55 Mrd. Euro nach 54,2 Euro in 2010 (+ 1,5 %) aus. Auch der Bereich Energie-/Gebäudetechnik und Dienstleistungen geht von einer Umsatzsteigerung für 2011 aus, und zwar um 2 %.

Schneider abschließend: „Damit kann auch die Bauwirtschaft wieder einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Binnenkonjunktur leisten. Denn Bauinvestitionen wirken in Deutschland, sie sichern hier Arbeitsplätze für rund 2,7 Mio. Menschen. Diese Tatsache kann man nicht oft genug wiederholen. Die auf den Binnenmarkt gerichtete Bauwirtschaft hat einen erheblichen Anteil daran, dass Deutschland die Finanz- und Wirtschaftskrise so gut überstanden hat. Diese Wirkung von Bauinvestitionen könnte – durch entsprechende Rahmensetzung – allerdings noch deutlich verstärkt werden.“

Köln, 18. März 2011



Marketing im Zeichen der Sonne

Woche der Sonne startet in die fünfte Runde

Auch 2011 unterstützt der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. das Handwerk mit der Woche der Sonne bei bundesweiten Marketingaktionen zu Solarwärme und Solarstrom.

Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre startet die Woche der Sonne dieses Jahr in die fünfte Runde. Mit mehr als 3.000 Veranstaltungen vor Ort, rund 300.000 begeisterten Besuchern bundesweit und einem medienwirksamen Treffen von Solarfamilien aus ganz Deutschland in Berlin hat die letzte Woche der Sonne die Aufmerksamkeit erfolgreich auf die Solarenergie gelenkt. Tausende regionale Akteure haben vielfältige Veranstaltungen durchgeführt und damit zum großen Erfolg beigetragen.

Zu den Veranstaltern gehören sowohl private Anlagenbesitzer und ehrenamtlich tätige Initiativen als auch professionelle Akteure wie Handwerker, Energieberater, Solarteure oder Solarunternehmen sowie Kommunen, Banken und Schulen.

 „Wir freuen uns über die hohe Resonanz aus dem Handwerk. Viele Handwerksbetriebe haben die Woche der Sonne mittlerweile als festen Termin eingeplant und nehmen zum wiederholten Mal mit eigenen Veranstaltungen teil. Das bestätigt uns in unserer Arbeit, denn es zeigt, dass die Woche der Sonne für das Handwerk ein wichtiges Marketinginstrument ist, um den Vertrieb zu unterstützen und neue Kunden zu gewinnen“ erklärt Christina Schodry, Projektleiterin der Woche der Sonne.

Jeder, der sich vor Ort für die Verbreitung von Solarenergie engagieren möchte, kann mit einer eigenen Veranstaltung an der Woche der Sonne teilnehmen. Die Internetseite www.woche-der-sonne.de bietet Ideen und Tipps für die Veranstaltungsplanung sowie Musterpressetexte und Checklisten für die regionale Pressearbeit. Jeder Veranstalter erhält kostenlos ein Aktionspaket sowie die aktuellen Zeitungen für Solarwärme und Solarstrom, mit denen herstellerneutral über die Nutzung der Sonnenenergie informieren werden kann.

Nach der Aktionswoche können die Materialien weiterhin (ganzjährig) für eigene Veranstaltungen der Betriebe (z. B. Tag der offenen Tür, Vortragsveranstaltung, etc.) zur Solarthermie und/oder Photovoltaik genutzt werden.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Registrierung und Veranstaltungsanmeldung unter www.woche-der-sonne.de.

Köln, März 2011





Dachdeckerhandwerk stellt deutlich mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung

Die Zahl der Dachdeckerlehrlinge ist im Jahr 2010 deutlich angestiegen. Mehr als  3.000 Lehrverträge wurden neu abgeschlossen, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von gut 23 Prozent entspricht, berichtet Ulrike Heuberger, Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks. In der Gesamtzahl der Lehrlinge über alle Lehrjahre hinweg beträgt die Steigerung 3 Prozent: Zum Stichtag 01. Januar 2011 gab es im Dachdeckerhandwerk 8.115 Auszubildende.

Nach Einschätzung des Verbandes hätten die Dachdeckerunternehmer erkannt, dass der demographische Wandel und damit der in den nächsten Jahren eintretende deutliche Rückgang an Schulabgängern zu Problemen bei der Besetzung von Lehrstellen führen werde und somit auch bald gut ausgebildete Mitarbeiter im Dachdeckerhandwerk fehlen werden. Außerdem sei auch die konjunkutrelle Entwicklung ursächlich für diese erfreuliche Entwicklung.

Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz
Jugendliche, die sich für den Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin interessieren, haben also zurzeit gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. „Das Berufsbild des Dachdeckers oder der Dachdeckerin ist extrem vielfältig“, erklärt die Verbandssprecherin. Dächer zu decken sei nur ein Bestandteil der Tätigkeit eines Dachdeckers. Die Ausführung von Wärmedämmung, die Gestaltung von Fassaden, die Erstellung von Dachstühlen, die Montage von Solaranlagen und die Ausführung von Schutzmaßnahmen gegen Grundwasser gehörten ebenfalls zum Aufgabengebiet eines Dachdeckers. „Im Dachdeckerhandwerk hat man gute Aufstiegschancen: Man kann Vorarbeiter werden oder sogar den Meisterbrief erwerben und sich selbständig machen. Selbst ein Studium ist mit dem Meisterbrief heute möglich. Lohnende berufliche Perspektiven gibt es aber auch bei der Herstellerindustrie oder im Bedachungshandel“, so die Sprecherin des Verbandes.

Die Lehrzeit des Dachdeckers beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt im so genannten dualen System, d.h. sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsstruktur im Dachdeckerhandwerk stellt sicher, dass sich der Chef persönlich um den Nachwuchs in seinem Betrieb kümmert und dass durch qualifizierte Fachleute eine intensive Berufsausbildung gewährleistet wird.

Voraussetzungen für eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk sind eine gute Auffassungsgabe, Rechenkenntnisse, Sinn für Formen und Linienführungen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. „Am Besten vereinbart man mit einem Dachdeckerbetrieb vor Ort ein Praktikum. Dann kann man feststellen, ob es die richtige Berufswahl ist und man kann seinen zukünftigen Chef schon mal kennen lernen“, rät die Verbandssprecherin. Wer eine Ausbildung zum Dachdecker  oder zur Dachdeckerin machen möchte, sollte sich mit der Dachdecker-Innung vor Ort in Verbindung setzen. Diese hilft gern weiter. Umfangreiche Informationen für angehende Lehrlinge rund um den Beruf des Dachdeckers und Tipps zur Bewerbung gibt es auch im Internet unter http://www.dachdeckerdeinberuf.de/

Köln, 31. Januar 2011

V.i.S.d.P: Ulrike Heuberger, M.A.



Schneechaos: Dachdecker warnen

In diesem Winter scheint der Schneefall in Teilen des Landes kein Ende zu nehmen. Der Schnee häuft sich auf den Dächern. Auf den vereisten Altschnee schneit es erneut. In einigen Regionen sind die Schneelasten auf den Dächern so hoch, dass Einsturzgefahr besteht. In solchen Fällen sollte das Dach vom Schnee geräumt werden. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks rät den Hausbesitzern, nicht selbst zu räumen, sondern einen Dachdecker-Innungsbetrieb zu beauftragen. Gerade im Winter sei Vorsicht geboten. Bei Flachdächern bestehe erhöhte Absturzgefahr und bei durch den Schnee verdeckten Lichtkuppeln bestehe Durchsturzgefahr. Außerdem könne bei Verwendung des falschen Räumgeräts die Dachhaut beschädigt werden, mit fatalen Folgen für die Dichtigkeit des Dachs.

Bei Steildächern sei die Gefahr geringer, da der Schnee durch die Neigung der Dachflächen abrutschen könne. Schneefanggitter könnten hierbei meist auch verhindern, dass Passanten durch abrutschenden Schnee getroffen werden.

Der Dachdeckerverband weist darauf hin, dass keine pauschale Aussage getroffen werden könne, ab welcher Schneehöhe auf dem Dach geräumt werden solle. Ulrike Heuberger, die Pressesprecherin des Verbandes rät: „Grundsätzlich sind eher Flachdächer oder flach geneigte Dächer zu räumen. Der Hauseigentümer sollte im Fall der Räumung des Schnees den Räumenden über etwaige vorhandene Einbauteile, wie z.B. Lichtkuppeln, Dachflächenfenster usw. oder bereits vorhandene Schäden informieren.“

Köln, Dezember 2010





Kentzler im Amt bestätigt
Schneider neuer ZDH-Vizepräsident

Die Vollversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hat auf dem Deutschen Handwerkstag in Bayreuth am 2. und 3. Dezember 2010 seine Spitze neu gewählt. ZDH-Präsident Otto Kentzler, 69-jähriger Familienunternehmer und langjähriger Präsident der Handwerkskammer Dortmund, stand für eine weitere dreijährige Amtszeit bereit und wurde einstimmig wiedergewählt. Kentzler tritt am 1. Januar 2011 seine dritte und laut Satzung letzte Amtszeit an.

Dem ZDH gehören die 53 Handwerkskammern und 36 Bundesfachverbände des Handwerks an, darunter auch der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks, sowie dem Handwerk nahestehende wirtschaftliche Einrichtungen. Er vertritt die Gesamtinteressen des Handwerks gegenüber Bundestag, Bundesregierung und anderen zentralen Behörden, der Europäischen Union (EU) und internationalen Organisationen. Vertreten werden aktuell rund 965.000 Betriebe mit 4,8 Millionen Mitarbeitern, davon rund 10 Prozent Auszubildende.

Dachdeckerhandwerk gut vertreten
ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider, der bereits seit drei Jahren Mitglied des fünfköpfigen Geschäftsführenden Präsidiums des ZDH ist, wurde in Bayreuth einstimmig zum Vizepräsidenten des ZDH gewählt. Schneider wurde zudem als Mitglied des Vorstandes des Unternehmerverbandes Deutsches Handwerk (UDH) bestätigt.

Schneider, der einen Dachdeckerbetrieb in Weimar führt, vertritt damit die Interessen von 15.700 Dachdeckerbetrieben in den höchsten Gremien des deutschen Handwerks. Schneider: „Das Handwerk ist einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Nation. Ich werde mich weiterhin dafür stark machen, dass unsere Leistungen in der Politik mehr Gehör finden.“

Köln, 6. Dezember 2010



Deutschland Vizeweltmeister in der Kategorie Dachdeckung

Vom 17. bis 19.11.2010 fand im Rahmen des jährlichen Kongresses der Internationalen Föderation des Dachdeckerhandwerks (IFD) die 23. Auflage der Weltmeisterschaft junger Dachdecker in Belfast/ Nordirland statt. Bei der Weltmeisterschaft traten 24 verschiedene Länderteams aus 12 Nationen in den Kategorien Dachdeckung, Abdichtung und Metalldeckung an.

Der ZVDH war durch die ersten vier Bundessieger des Bundesentscheids im Dachdeckerhandwerk des Jahres 2009 in den Kategorien Dachdeckung und Abdichtung vertreten. In der Kategorie Dachdeckung kämpften Chris Schrepel aus Sachsen und Stefan Verges aus Thüringen. Sie hatten hierbei zwei Pflichtaufgaben zu lösen, bei denen eine Dachdeckung mit englischen Schiefern in Rechteck-Doppeldeckung inklusive Unterkonstruktion und der Deckung eines Grates mit in Mörtel aufgesetzten Gratziegeln, sowie ein weiteres Dach mit gebogenen englischen Flach-Dachsteinen, wiederum inklusive der Unterkonstruktion und dem Einbau eines Dachflächenfensters und einer Art eingebundener Kehldeckung herzustellen waren.

Am dritten Wettbewerbstag war dann als Küraufgabe eine Dachfläche mit kleinformatigen gebogenen Handstrich-Flachziegeln zu decken. Hierbei war besondere Kreativität gefordert. Die Konkurrenz bei den Pflichtaufgaben war stark. Es siegte das Vereinigte Königreich knapp vor Deutschland und Österreich.

In der Kategorie Abdichtung traten Lars Hill aus Hessen und Andre Hackfort aus Nordrhein-Westfalen an. Auch sie hatten zunächst zwei Pflichtaufgaben zu lösen. Hier galt es zwei fast identische Dachflächen mit vielen Details wie Innen- und Außenecken, Lichtkuppelfenster etc. als komplette Dachaufbauten mit verschiedenen Bitumenbahnen und am zweiten Wettbe-werbstag mit Kunststoffbahnen abzudichten. In der Küraufgabe war ein drittes Modell ebenfalls mit Kunststoffbahnen abzudichten. Siegreich waren hier die Schweiz vor dem Vereinigten Königreich und Irland. Betreut wurden beide Teams von Dachdecker- und Zimmermeister Jörg Schmitz, Ausbilder am BBZ in Mayen.

In der dritten Kategorie Metalldeckung siegte Frankreich vor dem Vereinigten Königreich und Belgien.

Die Sonderpreise des IFD-Präsidiums für die Küraufgaben gingen an das Vereinigte Königreich in der Kategorie Metalldeckung, an Polen in der Kategorie Abdichtung und an Belgien in der Kategorie Dachdeckung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach einem dritten Platz im Vorjahr die diesjährige Platzierung besser ist, aber nicht an die früheren Jahre anknüpfen konnte. Die Konkurrenz ist stärker geworden. Daneben konnten die Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich ihren gewissen Heimvorteil nutzen. Insgesamt waren sie die erfolgreichste Mannschaft. Ungeachtet dessen haben die Jungdachdecker das deutsche Dachdeckerhandwerk würdig vertreten.

Die nächste Weltmeisterschaft findet in 2012 in Luzern/Schweiz statt.

Köln, November 2010



Bester Dachdecker Deutschlands kommt aus Niedersachsen

BBZ Mayen war Ausrichter der diesjährigen deutschen Meisterschaft im Dachdecken.

Am 08. und 09. November fand im Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks (BBZ) in Mayen der Bundesentscheid im Leistungswettbewerb des Dachdeckerhandwerks, kurzum: die deutsche Meisterschaft im Dachdecken, statt. An zwei Tagen wetteiferten die besten Dachdeckergesellen des Prüfungsjahrgangs 2010 aus ganz Deutschland um die begehrten Plätze. Teilnehmer waren die Landessieger der einzelnen Bundesländer. Insgesamt neun Dachdeckergesellen stellten sich den drei unterschiedlichen Pflichtaufgaben. Nach anstrengendem aber immer fairem Wettkampf siegte Jungdachdecker Patrick Smolka aus Ankum in Niedersachsen vor Hannes Schmidt aus Weilburg in Hessen. Der rheinland-pfälzische Teilnehmer Simon Moser aus Schauren belegte den dritten Platz. In einer kleinen Feierstunde, in der Bürgermeister Rolf Schumacher die Grüße und Glückwünsche der Stadt Mayen überbrachte, wurden die siegreichen Dachdecker geehrt. Die ersten beiden Sieger haben sich mit ihrem Erfolg automatisch für die Dachdecker-Weltmeisterschaft im Jahre 2012, die in der Schweiz stattfinden wird, qualifiziert.

Foto:
v.r.n.l: Die siegreichen Dachdecker: 1. Bundessieger Patrick Smolka, 2. Bundessieger Hannes Schmidt, 3. Bundessieger Simon Moser

Mayen/Köln, 9. November 2010





Neues Modell der betrieblichen Altersversorgung im Dachdeckerhandwerk allgemeinverbindlich

Seit Jahren ist klar: Wer im Alter nur auf die Rente der staatlichen Rentenversicherung zurückgreifen kann, ist im wahrsten Sinne des Wortes „arm dran“. Deshalb haben sich der ZVDH und die IG BAU als Sozialpartner darauf verständigt, ein neues Modell der betrieblichen Altersvorsorge zu schaffen, welches in dieser Woche vom Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Das Dachdecker-Modell ist die bislang einzige obligatorische Form der Altersvorsorge in der deutschen Wirtschaft und stellt einen wichtigen Baustein für die Zukunftssicherung im Dachdeckerhandwerk dar.

Wie funktioniert es?
Vereinfacht gesagt: Ein Teil des 13. Monatsgehaltes wird verbindlich in „Rente“ umgewandelt. Der bisherige (allgemeinverbindliche) Anspruch der gewerblichen Arbeitnehmer auf ein 13. Monatseinkommen in Höhe von 75 Bruttodurchschnittsstundenlöhnen (in den neuen Bundesländern 65 Bruttodurchschnittsstundenlöhne) wird auf 83 (in den neuen Bundesländern 73) aufgestockt. Hiervon werden 33 Bruttodurchschnittsstundenlöhne abgezogen und in eine betriebliche Altersversorgung (BAV) für den Arbeitnehmer nach dem Betriebsrentengesetz umgewandelt. Dies bedeutet, dass künftig nur noch 50 (in den neuen Ländern 40) Stunden als 13. Monatseinkommen ausgezahlt werden.

In technischer Hinsicht erfolgt die Abwicklung nach wie vor über die Lohnausgleichskasse, die aus den betrieblichen Meldungen für das 13. Monatseinkommen den Arbeitgeberanteil ermittelt, der für die Altersversorgung verwendet wird und diesen an die Zusatzversorgungskasse (ZVK) weiterleitet. Bei der ZVK wird für jeden gewerblichen Mitarbeiter ein neues BAV-Konto angelegt und der Versicherte erhält regelmäßige Informationen über den Stand seiner Rentenanwartschaft.

Die Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks haben bereits ihr Formularwesen umgestellt und werden neue Merkblätter und Formulare kurzfristig versenden. Auf diese Weise ist es möglich, dass trotz einer Verzögerung beim Verfahren zur Allgemeinverbindlichkeitserklärung die Einführung des neuen BAV-Modells noch in der diesjährigen Auszahlungsperiode erfolgen kann und somit die Betriebe kurzfristig von der Senkung der Lohnnebenkosten profitieren können.

Der Clou: Nur Gewinner!
Durch die Vergünstigungen des Betriebsrentengesetzes ergibt sich eine deutliche Ersparnis für den Arbeitgeber bei den Sozialabgaben. Auch der Mitarbeiter hat Vorteile und zwar sowohl bei der Einkommensteuer als auch bei den Sozialabgaben, so dass der Gegenwert der Altersvorsorge deutlich höher ist als die Nettolohneinbuße beim Weihnachtsgeld. Und: Das Zusatzversorgungswerk der Dachdecker ist im Gegensatz zu großen Versicherungsgesellschaften gemeinnützig und führt keine Gewinne aus Überschüssen an Aktionäre ab. Das erhöht die Rendite der Rente.

Eine entsprechende Informationsbroschüre mit konkreten Rechenbeispielen für Betriebe und Arbeitnehmer wird gerade erstellt und sofort nach Erscheinen breit gestreut.

Köln, 29. Oktober 2010





Vorbildliche Tarifpartnerschaft
50 Jahre Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk

Viele Deutsche hadern mit dem Winter hierzulande. Eisige Temperaturen treiben die Menschen in ihre Häuser und das Arbeiten auf Dächern wird bei Minusgraden unmöglich. Letztlich haben Kälte und Schnee aber auch ihr Gutes. Sie waren Ursache für die Gründung der Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk (LAK) vor 50 Jahren. Eine gemeinsame Einrichtung der Tarifvertragspartner, die besondere Belastungen der Branche wie etwa durch die Witterung ausgleicht. Das Jubiläum wird heute mit einem Festakt in Wiesbaden gefeiert. „Entstanden ist eine stabile Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagt Dietmar Schäfers, stellvertretender Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Karl-Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) ergänzt: „Wir brauchen die Lohnausgleichskasse, um branchenspezifische Nachteile auszugleichen.“

Die Geschichte der LAK beginnt mit der Einsicht der Politik, dass es besser ist, Beschäftigung zu fördern statt Arbeitslosigkeit. Auf Baustellen war es in den 50er Jahren üblich, die Arbeiter im Winter zu entlassen. Das war für die Betriebe günstiger. Erst mit der Einführung des Schlechtwettergeldes 1959 gab es ein gesetzliches Instrument, die Mitarbeiter auch bei wetterbedingtem Arbeitsausfall im Job zu halten. Ergänzt wurde es durch den Lohnausgleichs-Tarifvertrag.

An dieses erfolgreiche Modell schlossen sich weitere Errungenschaften an. So wurde das Schlechtwettergeld mit der Zeit zum Saisonkurzarbeitergeld weiterentwickelt. Letztlich war es das Vorbild für das konjunkturelle Kurzarbeitergeld. Ein weltweit bewundertes Instrument, um die Beschäftigung selbst in der massiven Krise zu sichern. Weil das Dachdeckerhandwerk auch über die Kälteperiode hinaus von Wetterkapriolen abhängig ist, kam dort noch das Ausfallgeld hinzu, das als tarifliche Leistung ebenfalls von der LAK abgewickelt wird. Ebenso kümmert sich die Organisation um die Altersvorsorge für Dachdecker. Eine soziale Notwendigkeit, da es kaum ein Dachdecker bis 65 schafft zu arbeiten. Die meisten müssen wegen der hohen körperlichen Belastung schon wesentlich früher ausscheiden – im Durchschnitt mit 58 Jahren. Schließlich gewährt die LAK ein anteiliges 13. Monatsgehalt. Und letztlich fördert sie die Berufsbildung im Dachdeckerhandwerk und sorgt so für die Fachkräfte der Zukunft.

Grundlage für diese Verbesserungen sind allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge. Durch sie wird sichergestellt, dass alle Dachdeckerbetriebe und deren Mitarbeiter sich an der LAK beteiligen. „Ohne die Beteiligung aller bricht das System der Sozialkassen zusammen“, sagte IG BAU-Vize Schäfers. ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider hierzu: „Die Allgemeinverbindlichkeit ist für uns wichtig. Nur so ist gewährleistet, dass die Bedingungen für alle Betriebe und alle gewerblichen Arbeitnehmer gleich sind.“

Köln/Wiesbaden, 4. November 2010



Gute Auftragslage bei Dachdeckern

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) meldet eine gute Auftragslage bei den Dachdeckerbetrieben. Die Betriebe hätten zurzeit einen Auftragsbestand von 3,7 Monaten, was nicht zuletzt der Generierung von Aufträgen aus dem Konjunkturpaket II geschuldet sei. Aufgrund dieser Entwicklung rechnet der Verband für das Jahr 2010 mit einem spürbaren Umsatzplus und für das Jahr 2011 zumindest mit einer Stabilisierung. 60 Prozent der Aufträge der Dachdecker entfielen mittlerweile auf den Bereich Sanierung und Modernisierung, 15 Prozent auf das Segment Neubau und 25 Prozent auf den Bereich Reparatur.Wachstumschancen ergäben sich für das Dachdeckerhandwerk insbesondere im Bereich regenerative Energien und Energieeinsparung.

Köln, 2. November 2010



Dachdecker auf Platz drei der beliebtesten Berufe

Die Website http://www.beroobi.de/ stellt im Rahmen des Projekts „Schulen ans Netz“ interessante und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe vor. Jeder Beruf wird von einem jungen Profi verkörpert, dem man bei seinem Berufsalltag über die Schulter schauen kann. Das funktioniert mit Videos, Bildern, Texten und Audiokommentaren. Dazu gibt es Tipps zur Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche.

Dass die Dachdecker-Beiträge hervorragend ankommen, zeigt sich auch im Wettbewerb: Der Beruf des Dachdeckers steht auf Platz drei der beliebtesten Berufe im beroobi-Portal.

Die Filmsequenzen, Tonaufnahmen und Interviews wurden im Betrieb von Dachdeckermeister André Büschkes aufgenommen. Zusammen mit seinem Azubi Alexander Niesen, der inzwischen mit großem Erfolg die Gesellenprüfung ablegte, stand er dem beroobi-Team Rede und Antwort. Gefördert wird das beroobi-Projekt unter anderen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Seinen bemerkenswerten Namen hat es aus den Teilen des Wortes „Ber-ufs-bi-ldung“, die beiden „o“ wurden bei google entlehnt und einfach dazwischen gesetzt.

Natürlich hat das Dachdeckerhandwerk auch eine eigene Website für junge Leute, die ganz im Erscheinungsbild der Nachwuchswerbekampagne des ZVDH „Dachdecker Dein Beruf“ gehalten ist. Das ist aber noch nicht alles: In YouTube sind etliche Beiträge der Berufsorganisation zu finden, die sich positiv an junge Leute wenden. Versuchen Sie es mal: gehen Sie auf http://www.youtube.de/ und geben Sie die beiden Suchworte „Beruf“ und „Dachdecker“ ein. Die Nachwuchs-Website der Berufsorganisation finden Sie unter http://www.dachdeckerdeinberuf.de/ oder als Link in unserer Rubrik "Die Bildung".

Ein Tipp: Verbinden Sie als Innungsmitglied diese Seiten und Beiträge mit einem entsprechenden Link auf Ihrer Firmenhomepage!



Handwerkszeichen in Gold für Karl-Heinz Schneider

Karl-Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks, ist mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde Schneider am 08. September im Rahmen einer Feier zu seinem 60. Geburtstag in Weimar überreicht.

Das Handwerkszeichen in Gold ist die höchste Auszeichnung, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu vergeben hat. ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte hob in seiner Laudatio Schneiders unermüdliches Engagement für das Handwerk und seine Organisationen hervor: „Als erfolgreicher Unternehmer wissen Sie, wo die Chancen des Handwerks liegen und welche Rahmenbedingungen kleine und mittlere Betriebe brauchen, um ihr Potential für Innovation und Wachstum zu entfalten.“

Schneider übt vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten aus, so u.a. als Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft sowie als Mitglied des Geschäftsführenden Präsidiums des ZDH.

9. September 2010



Dach- und Fassadenhaie immer noch unterwegs

Dachdeckerverband warnt vor kriminellen Haustürgeschäften
Trotz intensiver Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre fallen leider immer noch viele Hausbesitzer auf die unlauteren Machenschaften der Dach- und Fassadenhaie herein. Das Geschäft läuft immer nach der gleichen Masche ab: Die Klingel geht, ein freundlicher Herr steht vor der Haustür und verwickelt den Hausbesitzer in ein Gespräch über die mal mehr, mal weniger renovierungsbedürftige Fassade oder das kaputte Dach. Er weist auf modernste Bautechniken hin, auf Werterhaltung und Wertsteigerung durch das Aufbringen moderner Dach- und Fassadenmaterialien und nicht zuletzt auf die Preisgünstigkeit seines Angebotes.

So mancher Hausbesitzer geht auf das Angebot ein und merkt erst später, dass auch er einem der sogenannten "Dach- und Fassadenhaie" aufgesessen ist:  Das Dach oder die Fassade ist nur oberflächlich saniert, Gewährleistungsansprüche meist nur ungenügend durchzusetzen, der angeblich gute Preis beim näheren Hinsehen weit überteuert. Fazit: Reingefallen!

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks warnt deshalb davor, sich auf Geschäfte mit diesen unseriösen Betrieben einzulassen. Ulrike Heuberger, die Pressesprecherin des Verbandes erklärt: „Insbesondere ältere Hausbesitzer in Wohngebieten mit Ein- oder Zwei-Familienhäusern werden von den Dach- und Fassadenhaien gern über den Tisch gezogen. Seien Sie vorsichtig, wenn ein Mitarbeiter unangekündigt vor der Haustür steht, darauf hinweist, er habe gerade in der Nachbarschaft zu tun gehabt und einen kleineren Schaden auf Ihrem Dach entdeckt, den er gleich preiswert reparieren könne.“ Weitere Alarmzeichen seien auswärtige Firmen, fehlende Fahrzeugbeschriftungen, keine Festnetztelefonnummer.

Billige Angebote bei der Dach- und Fassadenrenovierung sind in Wirklichkeit meist überteuert. Viele der von den unseriösen Betrieben bearbeiteten Flächen müssen, um tatsächlich irreparable Schäden für die Zukunft zu vermeiden, wieder abgerissen und völlig neu aufgebaut werden. Das Argument "Kostenersparnis" entpuppt sich als teure Kostenfalle.

Der Fachverband rät dem Verbraucher daher, bei anstehenden Dach-, Fassaden- und Abdichtungsarbeiten gleich einen kompetenten Dachdecker-Innungsbetrieb einzuschalten. Hier kann der Hausbesitzer sich sicher sein, dass er hochwertige Arbeit erhält und dass im Falle des Falles Nachbesserungen in bestem Einvernehmen schnell erledigt werden.

Köln, 17. August 2010



Grüne Oasen auf dem Dach

Fachleute, auch private Bauherren haben die Dachbegrünung als ökologisch und ökonomisch interessante Bauweise erkannt. In vielen Städten gilt die Dachbegrünung als Verbesserungsmaßnahme für das Wohnumfeld und das Stadtklima und wird deshalb häufig mit attraktiven Zuschüssen bedacht.

Ökologisch betrachtet sprechen viele Punkte für eine Dachbegrünung. Durch die Reduzierung von versiegelten Grundstücksflächen und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen entstehen für Menschen, Tiere und Pflanzen neue Lebensräume. Zudem wird durch die Gründächer die Luft verbessert, Staub und Schadstoffe werden gebunden und das Gebäude wird gegen von der Außenwelt kommenden Luftschall geschützt. Durch die Vegetation und das Substrat wird der Abfluss von Regenwasser verzögert und Niederschlagswasser zurückgehalten, das durch Verdunstung wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingebracht wird. Gründächer sorgen für einen klimatischen Ausgleich: Im Sommer schützen sie vor Hitze, im Winter vor Kälte.

Kosten und Nutzen
Ein Gründach ist in der Herstellung zunächst einmal kostenintensiver als beispielsweise ein bekiestes Dach. Das ergibt sich aus den Mehrkosten für die Statik und den aufwendigeren Schichtenaufbau. Darüber hinaus benötigt ein Gründach auch einen höheren Pflegeaufwand. Doch diese Kosten amortisieren sich mit der Zeit und dem Nutzen. Dies liegt vor allem an der Schutzfunktion des Dachgrüns. Die Alterung der Dachabdichtungen durch UV-Strahlen wird zum großen Teil verhindert. Außerdem ist die Dachabdichtung vor mechanischen Beschädigungen und chemischen Einflüssen geschützt. In manchen Kommunen werden Gründächer bei der Festlegung der Abwassergebühren für Oberflächenwasser positiv berücksichtigt. Darüber hinaus führt die bessere Wärmedämmung eines Gründachs zu einer Energieeinsparung.

Dachbegrünungen sind durch die erhöhte Lebensdauer sowie durch erhebliche Kosteneinsparungen bei den Abwassergebühren langfristig deutlich preiswerter als konventionelle Flachdächer. Ausgeschriebene Förderprogramme, die eine zusätzliche Kosteneinsparung mit sich bringen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Worauf der Bauherr achten muss
Ein Gründach muss genauestens geplant werden. Der Dachdecker-Innungsbetrieb ist hier der kompetente Ansprechpartner. Er berät den Bauherren über die Form des Gründachs, die späteren Nutzungsmöglichkeiten und die Art der Bepflanzung, denn all diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der statischen Konstruktion und im Schichtaufbau eines Daches. Nur wenn die Angaben des Bauherren präzise sind, kann eine sachgemäße Planung erfolgen, so dass spätere Schäden durch unsachgemäße Anwendung ausgeschlossen werden können. Der Bauherr tut auch gut daran, sich beim Dachdecker-Innungsbetrieb über die erforderlichen Pflegemaßnahmen eines Gründachs im Vorfeld  zu informieren.

Köln, 1. Juli 2010



Gute Wärmedämmung spart Hausbesitzern viel Geld

Der vergangene, vergleichsweise lange und kalte Winter hat bei vielen Hausbesitzern zu der Erkenntnis geführt: Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Heizkosten rechnet sich eine energetische Gebäudesanierung schnell. Hinzu kommt: Sie ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben.

Seit dem 1. Oktober 2009 gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), welche die bis dato gültige Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2007 ablöst. Ziel der EnEV 2009 ist es, den Energie-, Heizungs- und Warmwasserbedarf im Vergleich zur EnEV 2007 um 30 Prozent zu senken. So sind allein die energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung von Neubauten um 15 Prozent erhöht worden, aber auch bei Altbaumodernisierungen mit größeren baulichen Veränderungen wie beispielsweise Dachausbau, Einsatz neuer Fenster oder Fassadenumgestaltung müssen gesetzlich vorgeschriebene Energieeinsparungen erzielt werden.

Im Zentrum einer energetischen Sanierung steht meist die Wärmedämmung, insbesondere des Daches. Durch die Anbringung größerer Dämmschichtdicken kann hier sehr viel Energie gespart werden. „Durch eine fachgerechte Dämmung des Daches bzw. der oberen Geschossdecke können allein fast 30 Prozent Energie eingespart werden“, darauf weist die Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks hin. Ein hohes Einsparpotenzial liegt auch im Bereich der Fassade, wobei hier alle Maßnahmen als Gesamtpaket abgestimmt werden sollten. Alte Fenster sollten gegen neue nach dem aktuell gültigen Wärmedurchgangskoeffizienten ausgetauscht werden. Eine gute Außenwanddämmung mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade mit Wärmedämmung unterhalb der Verkleidung hilft, Energie zu sparen.

Die Sprecherin des Dachdeckerverbandes warnt: „Energetische Sanierungen sind Aufgabe des Fachmanns. Nur umfangreiche Erfahrung, Planung und fachgerechte Ausführung lassen das gewünschte Ziel erreichen. Wichtigster Ansprechpartner bei allen Fragen rund um Dämmung und Gebäudehülle ist der Dachdecker-Innungsbetrieb, der kompetent berät und den neuesten Stand der Fachregeln und die gesetzlichen Vorgaben beachtet.“

Für die Qualität ihrer Arbeit und die Einhaltung der EnEV stehen die Betriebe ein,  denn Fachbetriebe, die mit der Ausführung betraut werden, müssen nach Abschluss der Arbeiten schriftliche Unternehmererklärungen an den Gebäudeeigentümer abgeben. Damit wird nachgewiesen, dass der Fachbetrieb die neuen Regeln der EnEV beachtet hat.

Insgesamt, so das Fazit der Verbandssprecherin, sei die Energieeinsparverordnung eine runde Sache: „Sie hilft langfristig Energie zu sparen und schont damit die Umwelt und den Geldbeutel. Hausbesitzer leisten eine aktiven Beitrag zum Umweltschutz und steigern nicht zuletzt den Wert ihrer Immobilie.“

Köln, 14. April  2010



Schlussbericht zur DACH+HOLZ International 2010

Ein starker Auftritt am Rhein

- DACH+HOLZ International ist Kompass für die Branche in den
   Bereichen Sanieren  und Modernisieren
- Bestnoten für Messekonzept und –angebot
- Weiterentwicklung bei der Internationalität

„Et kütt wie et kütt“ – und das mit Erfolg. Denn zur DACH+HOLZ International in Köln kamen vom 24.2. bis 27.2.2010 über 42.000 Fachbesucher. Bei den 471 Ausstellern konnten sich Dachdecker, Zimmerer, Klempner, Architekten und Ingenieure über neue Produkte, Ideen und Lösungen rund um Holzbau, Ausbau, Dach und Wand informieren. Auf großes Interesse stießen in den vier Messetagen neue Highlights im Rahmenprogramm – egal, ob es sich hierbei um das Architektenforum, den Zimmererklatsch mit mehr als 500 Teilnehmern vor dem Kölner Dom oder die Verleihung des Preises des Deutschen Dachdeckerhandwerks an Otto Kentzler handelt.

Einen großen Sprung zu noch mehr Internationalität machte die DACH+HOLZ International im Jahr 2010. Denn der Anteil an ausländischen Besuchern verzeichnete in diesem Jahr eine Verdoppelung auf 13 Prozent (2008: 7 Prozent). Dementsprechend groß war die Freude bei den beiden Trägerverbänden der DACH+HOLZ International, dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Über den Verlauf der Messe zog Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland ein zufriedenes Fazit: „Von unseren Betrieben haben wir sehr positives Feedback erhalten. Die Stände waren gut besucht und die Nachfrage groß. Vor allem die Themen energetisches Sanieren und Umbauen waren beliebt. Es hat sich gezeigt, dass der Zeitpunkt der Messe richtig gewählt ist – und zwar so, dass die Handwerker mit frischen Eindrücken, Ideen und neuen Produkten direkt in die Saison starten können.“

Nach Umfrage eines unabhängigen Meinungsforschungsinstituts vergaben 91,1 Prozent der Fachbesucher für das Messeangebot die Bestnoten „gut bis sehr gut“. Als Hauptgrund für den Messebesuch gaben sie die Suche nach Neuheiten an. 81,9 Prozent der Befragten konnten dieses Ziel dank ihres Messebesuchs in der Domstadt erreichen.

Auch die Aussteller waren über die Resonanz an den vier Messetagen sehr zufrieden. 85,4 Prozent der ausstellenden Firmen beurteilten die fachliche Qualität der Besucher mit „gut bis sehr gut“. Für diese positive Stimmung unter Besuchern und Ausstellern gibt es für Karl-Heinz-Schneider, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks, mehrere Gründe: „Das Konzept unserer Messe findet großen Anklang. Der Standort Köln hat sich als hervorragend für unsere Weltleitmesse erwiesen. Der Themenschwerpunkt Sanieren und Modernisieren, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz, war treffend gewählt. Nun werden wir gemeinsam an einer Weiterentwicklung des Konzepts im Hinblick auf die Veranstaltung in Stuttgart 2012 arbeiten.“ Dort findet die DACH+HOLZ International dann vom 31.1. bis 3.2.2012 statt.

Überrascht zeigte sich Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, über den Zuspruch auf das Architektenforum am Messedonnerstag (25.2.2010): „Über 500 Personen kamen zu dieser Veranstaltung – diese Anzahl übertraf vollkommen unsere Erwartungen. Um maximale Effizienzergebnisse auch in Zukunft zu erzielen, werden alle Fachleute am Bau noch enger Hand in Hand arbeiten. Das Architektenforum gab hierfür wichtige Impulse.“

Das kostenfreie Architektenforum war im informativen Rahmenprogramm nur eines der Höhepunkte. Über die Informationen an den Ständen hinaus hatten die Fachbesucher vier Tage lang die Möglichkeit, Fachvorträge und –diskussionen anzuhören. So sorgten der Tag des deutschen Dachdeckerhandwerks, der Deutsche Holzbautag oder die Sonderpräsentation zum Thema Dachbegrünung für eine Fülle von nützlichen Zusatzinformationen.

Köln, 1. März 2010

Den vollständigen Schussbericht inklusive Ausstellerstatements finden Sie auf dieser Homepage unter Aktuelles -> Infodienst.



Rotstift gefährdet konjunkturstützende Maßnahmen

Gemeinsame Pressemeldung ZVDH/ZDH

Köln/Berlin, 1. März 2010 – Die wirtschaftliche Lage des Dachdeckerhandwerks hat sich stabilisiert, so das Resümee der Weltleitmesse „DACH+HOLZ International“ (24.-27. Februar in Köln). Karl-Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), und Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), appellieren gemeinsam an die Politik, diesen Trend zu verstärken und nicht mit dem Rotstift zu stoppen:

"Das Handwerk ist sich sehr wohl der angespannten Haushaltslage von Bund und Ländern bewusst. Die Wirkung von konjunkturstützenden Maßnahmen darf jetzt aber nicht gefährdet werden. Die Bundesregierung sollte bei konsumtiven Ausgaben sparen und nicht bei investiven Maßnahmen, die privates Kapital aktivieren und damit Arbeitsplätze sichern.

Wir sprechen uns ausdrücklich gegen eine Lockerung des Zusätzlichkeitskriteriums bei den Investitionsmitteln aus dem Konjunkturpaket II aus, wie derzeit vom Bundesrat angestrebt. Das Zusätzlichkeitskriterium ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Investitionen tatsächlich ergänzende wirtschaftliche Impulse geben. Dieser wichtige Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung darf nicht einem Kompensationsgeschäft zwischen Bund und Ländern zum Opfer fallen. Damit das Investitionsprogramm seine volle Wirkung entfalten kann und die bereitgestellten Mittel nicht verfallen, ist zudem eine gezielte Entfristung notwendig. Der hohe bürokratische Aufwand und der strenge Winter haben die Umsetzung der Aufträge verzögert. Die Bundesregierung muss daher sicherstellen, dass alle bis zum 31. Dezember 2010 erteilten Aufträge auch 2011 noch ausgeführt und finanziert werden können.

Bei der energetischen Gebäudesanierung hat die Regierungskoalition dafür gesorgt, dass die Erfolgsgeschichte weiter gehen kann. Ende letzter Woche hat sich der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages darauf geeinigt, die Mittel zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung um 400 Mio. Euro aufzustocken. Mit der beschlossenen Erhöhung stehen nun die ursprünglich vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro zur Förderung bereit. Das begrüßen wir sehr. Unsere Argumente haben in dieser Sache überzeugt und Erfolg gebracht. Wichtig ist, dass es jetzt nicht zu einer Verschlechterung der Konditionen kommt. Denn die energetische Sanierung zu bremsen, würde nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bau- und Ausbauhandwerk gefährden, sondern auch das Erreichen der klimapolitischen Ziele."


Köln, 1. März 2010



Fördermittelkürzung gefährdet Klimaziele

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks weist darauf hin, dass rund  40 % der CO2-Emissionen durch den Gebäudebestand verursacht werden. Deshalb seien energetische Gebäudesanierungen für die Erreichung der Klimaschutzziele äußert wichtig.

So seien allein im Jahr 2009 nahezu 550.000 Wohneinheiten über die von der KfW-Bankengruppe geförderten Programme energetisch saniert worden. Damit sei ein um 140 % höheres Sanierungsergebnis erreicht worden als im Jahr 2008. Ulrike Heuberger, die Sprecherin des Verbandes, führt aus, dass eine Reduzierung der Fördermittel zwangsläufig zu einer deutlichen Verlangsamung des Sanierungstempos führen würde. Deshalb sei es unverständlich, dass die Bundesregierung entgegen ihrer Ankündigung im Koalitionsvertrag die Maßnahmen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung durch die KfW-Bankengruppe auf 1,1 Milliarden Euro halbieren wolle.

 „Wir haben in einem Schreiben an die zuständigen Bundestagsabgeordneten deutlich gemacht, wie wichtig eine solche Förderung für sanierungswillige Hausbesitzer ist und appelliert, das bisherige Förderniveau beizubehalten,“ erklärt der Hauptgeschäftsführer des Dachdeckerverbandes, Ulrich Marx. „Kluges Sparen ist das Gebot der Stunde. Die Bundesregierung sollte bei konsumtiven Ausgaben sparen, nicht dagegen bei investiven Maßnahmen, die – wie die KfW-Förderung - in erheblichem Maße privates Kapital aktivieren und damit heimische Arbeitsplätze sichern.“

Köln, 3. Februar 2010

V.i.S.d:P: Ulrike Heuberger M.A.



 

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